Mykotherapie - die Heilkraft der Vitalpilze

Sogenannte Vitalpilze werden seit tausenden Jahren in der (traditionell chinesichen Medizin) verwendet, auch die TEM (traditionell europäischen Medizin) weiß ihre Wirkung zu schätzen.

Schon Ötzi wusste um die Heilkraft der Pilze

Sogar bei unserem „Ötzi“, der vor etwa 5300 Jahren gelebt hat, fand man an seinem Gürtel gebunden zwei Heilpilze. Einer davon, der sogenannte Zunderschwamm wurde zur Blutstilung, bei Lungen- und Magenerkrankungen verwendet und wie der Name schon sagt, kann man damit, wie praktisch, ganz leicht ein Feuer entfachen. Schon in der Steinzeit hat sich der Mensch von Pilzen ernährt, trocknete diese (in der Sonne) um einen Vorrat für den harten Winter zu haben (Vitamin D-Lieferant). 

Was ist an Pilzen so besonders?

Sie sind Mischwesen zwischen Pflanze und Tier und bilden ihr eigenes Reich. Sie sind zwar sesshaft wie die Pflanzen, atmen aber Sauerstoff wie Mensch und Tier und ernähren sich von organischem Material. Ihre Zellmebran besteht aus Chitin, dass in der Pflanzenwelt nicht vorkommt, auch das Polysaccharid Glykogen als Speichersubstanz haben sie mit der Tierwelt gemein. Relativ neue Studien belegen, dass Pilze als Kommunikatoren bzw Vermittler für Bäume dienen. Das sogenannte „Wood Wide Web“ vernetzt Bäume durch Pilzgeflechte wie eine Art Glasfasernetz. Gefahren wie Trockenheit oder Schädlinge werden so ausgetauscht. Faszinierend nicht? Wenn ich dein Interesse geweckt habe, findest du hier noch eine gute Dokumentation darüber: Doku
Die Wissenschaft steckt hier noch in Kinderschuhen, dennoch sind Pilze hochinteressante Geschöpfe mit unglaublichem Potenzial.

Warum sind Vitalpilze so wirksam?

Wöchentlich werden neue Studien und Forschungsergebnisse über Vitalpilze veröffentlicht, neue Wirkstoffe entdeckt und die Wirkmechanismen langsam verstanden. Neben den vielen Vitaminen, Mineralstoffen, hohen Anteil von Eiweiß und Spurenelementen sind die enthaltenen Polysaccharide und Triterpene wohl das Besondere...

Was ist an an Pilz-Polysacchariden und Triterpenen so interessant?

Jetzt wird’s kurz theoretisch. Polysaccharide wie das Beta D-Glukan erinnern durch ihre Molekülgröße und Struktur an virale und bakterielle Membranoberflächen. Sie docken sich an die Immunzellen an, versetzen diese in Alarmbereitschaft und jetzt kommt das Spannende: lösen dabei keine Immunkaskade aus. Das führt zu einer immunstimulierenden Wirkung, denn durch diese zunächst unspezifischen Anregung ist das Immunsystem in der Lage schneller und stärker in Richtung Th1 oder Th2 zu balancieren. Zusätzlich erhöhen sie die Th1 Antwort, sind daher gegen Viren, in die Zelle eingedrungene Bakterien und Krebs wirksam ohne Autoimmunerkrankungen zu fördern. Gleichzeitig reduzieren sie die Th2-Antwort wie allergieauslösende IgE. Sie verhindern somit die Entwicklung einer Allergie und wirken bei Allergien.

Triterpene gehören kurzgefasst zu den vielfältigsten und verzweigtesten sekundären Pflanzenstoffen. Ihre manigfaltige molekulare Interaktion schlägt viele Wirkungswege ein.

Triterpene reduzieren Viren, Entzündungen (ähnlich dem Cortison) und Histaminfreisetzung. Sie wirken adaptogen, antioxidativ, entgiftend und stimulieren das Reparatursystem der gesunden Zelle. Andererseits hemmen sie das DNA-Reperatursystem von Krebszellen, hemmen Krebswachstum und Metastasenbildung. Soweit die Wissenschaft…

Welche Vitalpilze gibt es?

Da sie schon seit Jahrtausenden und auf der ganzen Welt angewendet werden, gibt es eine lange Liste von Vitalpilzen. Ich zähle hier Pilze auf, die sich in der TCM oder in meiner Praxis bewährt haben:

  • Agaricus blazei murril ( ABM, Sonnenpilz, Mandelpilz)
  • Auricularia ( Judasohr, Mu Err)
  • Cordyceps sinensis ( Raupenpilz)
  • Coriolus versicolor (Schmeterlingssporling)
  • Hericium erinaceus (Igelstachelbart)
  • Reishi ( Ling Zhi, Ganoderma, glänzender Lackporling)
  • Poria (Kokospilz, Kiefernschwamm)

Unter ihnen sind einige bereits medizinisch anerkannt und werden in Japan offiziell als Krebsmittel oder in den USA unterstützend bei HIV eingesetzt. 

Wann und wie werden diese Pilze eingesetzt?

  • Als Adaptogen zur Stressreduktion
  • immunstimulierend bei viralen Infekten
  • entzündungshemmend (da cortisonähnlich)
  • antioxidativ, weil es Glutathion fördert
  • zur Entgiftung, auch als Leberschutz
  • Verdauungsproblemen, Leaky gut
  • hoher Blutdruck und Cholesterin
  • blutverdünnend
  • zur Leistungssteigerung

Achtung: bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme ist vorsicht geboten

Die Qualität der Pilze spielt eine große Rolle. Ich rate vom Selbstsammeln wegen möglicher Verwechslung ab, auch speichern sie gut und gerne Schwermetalle. Deshalb empfehle ich kontrollierten Anbau, am besten in Bio-Qualität. Dadurch ist auch der Wirkstoffgehalt gesichert.

Wann sollten Vitalpilze nicht eingenommen werden?

  • In der Schwangerschaft, weil zu wenig erforscht
  • Unverträglichkeit auf Pilzeiweiß
  • Pilzsporenallergie
  • bei Medikamenteneinnahme oder OP, weil blutverdünnend

Welcher Vitalpilz wo eingesetzt?

Allegemein betrachtet könnten sie durch ihre Inhaltsstoffe als Multipräparat oder Superfood durchgehen. Sie alle wirken immunregulierend, adaptogen und antioxidant. Zudem hat jeder einzelne Vitalpilz ein ganz spezielles Wirkpotenzial.

Hier ein kleiner Auszug:

Der Cordyceps - Raupenpilz gilt als der "Sportlerpilz". Denn er erhöht den Sauerstoffgehalt im Gewebe. Dadurch werden nicht nur körperliche Hochleistungen vollbracht, sondern auch die Gehirnzellen profitieren von einer höheren Sauerstoffversorgung.

Schon in alten chinesischen Schriften wurde Cordyzeps als Potenzmittel erwähnt. Er gilt nicht nur als Stimmungsaufheller bei Depressionen sondern steigert die Libido bei Frau und Mann.

Vor allem bei Atemwegserkrankungen hat der enthaltene Wirkstoff Cordyzepin überzeugt. Der bei Kurzatmigkeit, chronischer Bronchitis, Lungenerkrankungen sowie Asthma entgegenwirkt und ebenso das Atemvolumen bei gesunden Menschen steigern kann.

Der Reishi - Lackporling wird durch seine histaminsenkende Wirkung gerne bei Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten eingesetzt.

Unter taoistischen Mönchen gilt er als "Meditationspilz", weil er ruhig und gelassen macht.

Reishi, auf chinesisch Ling Zhi, verbessert Blut- und Leberwerte. In der TCM wird er allgemein bei Leber-Qi und -Blutproblematiken genommen. Anders Cordyzeps, oder auch Dong Chong Xia Cao, der bei Nieren- und Lungenqi-Thematiken verschrieben wird.

Bist du neugierig, welcher Vitalpilz für dich geeignet ist?  Mittels Puls- und Zungendiagnose und einem ausführlichen Anamnesegespräch finden wir es gemeinsam heraus. Mach dir gleich einen Termin bei mir aus!

Ich bestelle meine Vitalpilze unter www.lebenatur.com. Mit dem Code 8IMFDTHD bekommst du direkt Zugang zum Online-Shop, ich bekomme eine kleine Provision, dein Preis ändert sich dabei nicht. Diese Firma habe ich schon des öfteren erwähnt, weil ihre Produkte qualitativ hochwertig und fair bezogen werden.

Quellen: Pubmed, Karger Journal Club, Dr. Ehrenberger www.natursubstanzen.com

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Sogenannte Vitalpilze werden seit tausenden Jahren in der (traditionell chinesichen Medizin) verwendet, auch die TEM (traditionell europäischen Medizin) weiß ihre Wirkung zu schätzen.

Schon Ötzi wusste um die Heilkraft der Pilze

Sogar bei unserem „Ötzi“, der vor etwa 5300 Jahren gelebt hat, fand man an seinem Gürtel gebunden zwei Heilpilze. Einer davon, der sogenannte Zunderschwamm wurde zur Blutstilung, bei Lungen- und Magenerkrankungen verwendet und wie der Name schon sagt, kann man damit, wie praktisch, ganz leicht ein Feuer entfachen. Schon in der Steinzeit hat sich der Mensch von Pilzen ernährt, trocknete diese (in der Sonne) um einen Vorrat für den harten Winter zu haben (Vitamin D-Lieferant). 

Was ist an Pilzen so besonders?

Sie sind Mischwesen zwischen Pflanze und Tier und bilden ihr eigenes Reich. Sie sind zwar sesshaft wie die Pflanzen, atmen aber Sauerstoff wie Mensch und Tier und ernähren sich von organischem Material. Ihre Zellmebran besteht aus Chitin, dass in der Pflanzenwelt nicht vorkommt, auch das Polysaccharid Glykogen als Speichersubstanz haben sie mit der Tierwelt gemein. Relativ neue Studien belegen, dass Pilze als Kommunikatoren bzw Vermittler für Bäume dienen. Das sogenannte „Wood Wide Web“ vernetzt Bäume durch Pilzgeflechte wie eine Art Glasfasernetz. Gefahren wie Trockenheit oder Schädlinge werden so ausgetauscht. Faszinierend nicht? Wenn ich dein Interesse geweckt habe, findest du hier noch eine gute Dokumentation darüber: Doku
Die Wissenschaft steckt hier noch in Kinderschuhen, dennoch sind Pilze hochinteressante Geschöpfe mit unglaublichem Potenzial.

Warum sind Vitalpilze so wirksam?

Wöchentlich werden neue Studien und Forschungsergebnisse über Vitalpilze veröffentlicht, neue Wirkstoffe entdeckt und die Wirkmechanismen langsam verstanden. Neben den vielen Vitaminen, Mineralstoffen, hohen Anteil von Eiweiß und Spurenelementen sind die enthaltenen Polysaccharide und Triterpene wohl das Besondere...

Was ist an an Pilz-Polysacchariden und Triterpenen so interessant?

Jetzt wird’s kurz theoretisch. Polysaccharide wie das Beta D-Glukan erinnern durch ihre Molekülgröße und Struktur an virale und bakterielle Membranoberflächen. Sie docken sich an die Immunzellen an, versetzen diese in Alarmbereitschaft und jetzt kommt das Spannende: lösen dabei keine Immunkaskade aus. Das führt zu einer immunstimulierenden Wirkung, denn durch diese zunächst unspezifischen Anregung ist das Immunsystem in der Lage schneller und stärker in Richtung Th1 oder Th2 zu balancieren. Zusätzlich erhöhen sie die Th1 Antwort, sind daher gegen Viren, in die Zelle eingedrungene Bakterien und Krebs wirksam ohne Autoimmunerkrankungen zu fördern. Gleichzeitig reduzieren sie die Th2-Antwort wie allergieauslösende IgE. Sie verhindern somit die Entwicklung einer Allergie und wirken bei Allergien.

Triterpene gehören kurzgefasst zu den vielfältigsten und verzweigtesten sekundären Pflanzenstoffen. Ihre manigfaltige molekulare Interaktion schlägt viele Wirkungswege ein.

Triterpene reduzieren Viren, Entzündungen (ähnlich dem Cortison) und Histaminfreisetzung. Sie wirken adaptogen, antioxidativ, entgiftend und stimulieren das Reparatursystem der gesunden Zelle. Andererseits hemmen sie das DNA-Reperatursystem von Krebszellen, hemmen Krebswachstum und Metastasenbildung. Soweit die Wissenschaft…

Welche Vitalpilze gibt es?

Da sie schon seit Jahrtausenden und auf der ganzen Welt angewendet werden, gibt es eine lange Liste von Vitalpilzen. Ich zähle hier Pilze auf, die sich in der TCM oder in meiner Praxis bewährt haben:

  • Agaricus blazei murril ( ABM, Sonnenpilz, Mandelpilz)
  • Auricularia ( Judasohr, Mu Err)
  • Cordyceps sinensis ( Raupenpilz)
  • Coriolus versicolor (Schmeterlingssporling)
  • Hericium erinaceus (Igelstachelbart)
  • Reishi ( Ling Zhi, Ganoderma, glänzender Lackporling)
  • Poria (Kokospilz, Kiefernschwamm)

Unter ihnen sind einige bereits medizinisch anerkannt und werden in Japan offiziell als Krebsmittel oder in den USA unterstützend bei HIV eingesetzt. 

Wann und wie werden diese Pilze eingesetzt?

  • Als Adaptogen zur Stressreduktion
  • immunstimulierend bei viralen Infekten
  • entzündungshemmend (da cortisonähnlich)
  • antioxidativ, weil es Glutathion fördert
  • zur Entgiftung, auch als Leberschutz
  • Verdauungsproblemen, Leaky gut
  • hoher Blutdruck und Cholesterin
  • blutverdünnend
  • zur Leistungssteigerung

Achtung: bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme ist vorsicht geboten

Die Qualität der Pilze spielt eine große Rolle. Ich rate vom Selbstsammeln wegen möglicher Verwechslung ab, auch speichern sie gut und gerne Schwermetalle. Deshalb empfehle ich kontrollierten Anbau, am besten in Bio-Qualität. Dadurch ist auch der Wirkstoffgehalt gesichert.

Wann sollten Vitalpilze nicht eingenommen werden?

  • In der Schwangerschaft, weil zu wenig erforscht
  • Unverträglichkeit auf Pilzeiweiß
  • Pilzsporenallergie
  • bei Medikamenteneinnahme oder OP, weil blutverdünnend

Welcher Vitalpilz wo eingesetzt?

Allegemein betrachtet könnten sie durch ihre Inhaltsstoffe als Multipräparat oder Superfood durchgehen. Sie alle wirken immunregulierend, adaptogen und antioxidant. Zudem hat jeder einzelne Vitalpilz ein ganz spezielles Wirkpotenzial.

Hier ein kleiner Auszug:

Der Cordyceps - Raupenpilz gilt als der "Sportlerpilz". Denn er erhöht den Sauerstoffgehalt im Gewebe. Dadurch werden nicht nur körperliche Hochleistungen vollbracht, sondern auch die Gehirnzellen profitieren von einer höheren Sauerstoffversorgung.

Schon in alten chinesischen Schriften wurde Cordyzeps als Potenzmittel erwähnt. Er gilt nicht nur als Stimmungsaufheller bei Depressionen sondern steigert die Libido bei Frau und Mann.

Vor allem bei Atemwegserkrankungen hat der enthaltene Wirkstoff Cordyzepin überzeugt. Der bei Kurzatmigkeit, chronischer Bronchitis, Lungenerkrankungen sowie Asthma entgegenwirkt und ebenso das Atemvolumen bei gesunden Menschen steigern kann.

Der Reishi - Lackporling wird durch seine histaminsenkende Wirkung gerne bei Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten eingesetzt.

Unter taoistischen Mönchen gilt er als "Meditationspilz", weil er ruhig und gelassen macht.

Reishi, auf chinesisch Ling Zhi, verbessert Blut- und Leberwerte. In der TCM wird er allgemein bei Leber-Qi und -Blutproblematiken genommen. Anders Cordyzeps, oder auch Dong Chong Xia Cao, der bei Nieren- und Lungenqi-Thematiken verschrieben wird.

Bist du neugierig, welcher Vitalpilz für dich geeignet ist?  Mittels Puls- und Zungendiagnose und einem ausführlichen Anamnesegespräch finden wir es gemeinsam heraus. Mach dir gleich einen Termin bei mir aus!

Ich bestelle meine Vitalpilze unter www.lebenatur.com. Mit dem Code 8IMFDTHD bekommst du direkt Zugang zum Online-Shop, ich bekomme eine kleine Provision, dein Preis ändert sich dabei nicht. Diese Firma habe ich schon des öfteren erwähnt, weil ihre Produkte qualitativ hochwertig und fair bezogen werden.

Quellen: Pubmed, Karger Journal Club, Dr. Ehrenberger www.natursubstanzen.com

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